Drei Edelknipsen im Live-Vergleich

Die DSC-RX100 hat einen Nachfolger bekommen:
Die Sony Cybershot DSC-RX100 MII. Hier geht's zum großen Test.

Wann macht man die meisten Fotos? Richtig! Im Urlaub. Was liegt also näher, als die drei Edelknipsen im Urlaub zu testen. Eigentlich sollten es ja vier Kameras werden, aber die auf der Photokina präsentierte Olympus Stylus XZ-2 ist leider noch nicht in der finalen Version verfügbar.

UPDATE: Der Test der Olympus Stylus XZ-2 ist nun auch abgeschlossen und veröffentlicht. 

Eine extra Live-Tour konnte ich der Olympus Stylus XZ-2 leider nicht spendieren, aber einen ausführlichen Test. Ich hoffe, ihr könnt euch trotzdem ein Bild machen, welche der vier Kameras euren Anforderungen und Wünschen am besten entspricht. Eins kann ich aber jetzt schon sagen: Die Entscheidung wird nicht einfach, denn alle vier Kameras haben Stärken und leider auch Schwächen.

Meine Aufgabe für die nächsten Tage ist denkbar einfach: Drei edle Knipsen im Urlaubsalltag testen. Es gibt Schlimmeres, denn immerhin sind die drei Kameras nicht das Schlechteste, was der Markt zu bieten hat. Alle sind hochwertig verarbeitet, echte Handschmeichler und vollgestopft mit feinster Technik. Also: Los geht's!

 


Samstag, 27. Oktober 2012

Erst mal die drei Kameras aus dem Karton pellen und fertig machen. Dreimal Akku einsetzen, dreimal Speicherkarte einsetzen und einschalten. Der Bildschirm der Samsung bleibt erst mal dunkel – kein Wunder, denn er ist eingeklappt. Nur sie hat einen klapp- und drehbaren Monitor. Ich persönlich finde die Dinger ja klasse. Warum? Weil ich einen Hund – Olsen – habe und der ist nicht allzu groß. Die besten Aufnahmen mache ich von dem kleinen Racker, wenn ich die Kamera in Bodennähe halte. Mich aber jedes mal hinzulegen, dazu habe ich keine Lust. Mit einem drehbaren Monitor brauch ich das auch gar nicht: ausklappen, drehen und schon kann ich Olsen Auge in Auge fotografieren. Natürlich braucht man keinen Hund, um die Vorzüge eines solchen Bildschirms zu nutzen. Für Makroaufnahmen von Pflanzen, die am Boden wachsen oder Selbstportraits eignet sich der Klappmonitor auch prima. Und noch ein Vorteil hat die Mini-Glotze von Samsung: Sie ist in OLED-Technik gebaut – sprich: Das Bild sieht sensationell scharf und brillant aus. Groß ist der Unterschied zu den beiden anderen Kameras nicht, aber durchaus sichtbar.

Nach dem Einschalten heißt es erstmal Uhrzeit und Datum einzustellen. Auch hier macht die Samsung einen guten Eindruck. Sie brilliert mit einem schick aufgemachten Menü, das sich einem sofort erschließt. Datum und Uhrzeit einstellen wird da schon zum echten Vergnügen. Natürlich sehen die Menüs der beiden Kontrahenten auch nicht schlecht aus, aber das der Samsung wirkt einfach eleganter und aufgeräumter. Mehr zu den Menüs gibt's später noch, wenn's ans Eingemachte geht.

Stellt man die drei Edelknipsen nebeneinander – Objektiv nach vorne – so weiß man warum es Edelknipsen sind. Leica, Schneider–Kreuznach und Carl Zeiss prangt auf den Einfassungen der Linsen. Der Name allein reicht aber noch nicht, die Lichtstärke ist auch wichtig. Und da können alle drei Modelle mit klasse Werten aufwarten wie die Tabelle zeigt:

  Zoomfaktor Kürzeste Weitwinkel-brennweite Längste Tele-brennweite Ausgangsblende bei kürzester und längster Brennweite
Panasonic Lumix DMC-LX7 3,8fach 24 mm 90 mm f 1.4 - 2.3 (Leica)
Samsung EX2F 3,3fach 24 mm 80 mm f 1.4 - 2.7 (Schneider)
Sony Cybershot DSC-RX100 3,6fach 28 mm 100 mm f 1.8 - 4.9 (Carl Zeiss)

Bei dem Vergleich fällt mir allerdings auf, dass zwar alle Kameras eine gute Ausgangsblende in der kürzesten Brennweite haben, in der Teleeinstellung fällt die Sony allerdings aus dem Rahmen mit einer Blende von f 4.9. Und noch etwas anderes fällt bei der Sony auf: Die kürzeste Brennweite. Während die beiden anderen Kameras bei 24 Millimeter loslegen, startet die Sony erst bei 28 Millimetern. Wie sich das auswirkt, werde ich mir später noch anschauen.

Los geht's – die ersten Aufnahmen beim Sonnenuntergang

Eines der meist fotografierten Motive während eines Urlaubs dürfte der Sonnenuntergang sein. Was liegt also näher, mit den drei Kameras noch mal schnell loszuziehen und auf einen tollen Himmel zu hoffen. Der kleine Ausflug ist auch eine klasse Gelegenheit, um ein erstes Griffgefühl für die Knipsen zu bekommen. Also: los geht's.

Die Sony hat das kleinste Gehäuse und ist am edelsten verarbeitet und hat eine klasse Formgebung. Alle Knöpfe sind mit dem Gehäuse bündig, selbst das Objektiv steht kaum über. Auch das Gewicht der Kamera ist perfekt: Nicht zu schwer und nicht zu leicht – gerade richtig. Die samtig, metallische Oberfläche ist ein echter Genuss. Der wird allerdings durch die fehlende Griffigkeit ein wenig verhagelt. So richtig sicher halte ich die Sony nicht in meinen Händen – erst recht nicht bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt. Die Vorderseite ist glatt, ein Griffsteg fehlt und selbst die Daumenstütze auf der Rückseite der Kamera ist äußerst sparsam ausgefallen. An die Bedienung mit einer Hand ist nicht zu denken – zumindest nicht, wenn man nicht damit leben möchte, dass sich die Edelknipse der Schwerkraft folgend in Richtung Boden verabschiedet. Schade, hier hat Sony sich zugunsten des Designs gegen die Ergonomie entschieden. Sicher kann man mit einen aufgeklebtem Griffsteg dieses Manko beseitigen, aber mal ehrlich: Ist das Sinn der Sache?

Design, Gewicht und Größe der Panasonic und Samsung sind ähnlich. Beide haben einen gut ausgearbeiteten Griffsteg an der Vorderseite. Mit der Samsung kann ich mich dennoch etwas mehr anfreunden – vielleicht liegt's an meinen großen Händen. Und noch ein Plus für die Samsung: Die kann ich problemlos mit einer Hand bedienen. Nicht für jeden ist das wichtig, für mich schon, denn – ihr wißt schon – ich habe einen Hund: Leine in der linken Hand, Kamera in der rechten, da muss die Bedienung auch mal schnell mit einer Hand klappen. Mit der Panasonic geht das auch, aber eben nicht ganz so gut. 

So, jetzt aber flott. Kameras einschalten und los geht's. Schaut man auf die Monitore der Kameras, könnte man meinen, man würde drei verschiedene Sonnenuntergänge sehen. 

Besonders düster stellt die Sony (links) den Sonnenuntergang dar. Der Vordergrund ist kaum zu erkennen und sieht eher wie eine schwarze Fläche aus. Etwas heller, aber auch nicht viel besser, sieht das Bild auf der Samsung (mitte) aus. Zumindest mach aber der OLED-Monitor einen guten Eindruck und hebt sich in der Brillanz gegen die beiden anderen ab. Das eindeutig beste Bild auf dem Kontrollmonitor hat die Panasonic (rechts). Sonnenuntergang am Meer, das heißt, der Horizont sollte möglichst waagrecht aufs Bild, damit das Meer nicht auf einer Seite ausläuft. Sony und Panasonic machen es mir mit der eingebauten Wasserwaage besonders leicht. Wenn's grün leuchtet ist die Kamera waagrecht und ich kann den Auslöser drücken. Die Samsung hat keine Wasserwaage, sondern nur das allseits bekannte Gitter – immerhin besser als nichts.

Mit jeder Kamera mache ich drei Bilder: Eins in der Einstellung P, eins mit dem Motivprogramm Sonnenuntergang und eins mit der intelligenten Automatik. Bei Panasonic ist das die Einstellung iA auf dem Programmwahlrad, bei der Samsung SMART und bei der Sony die kleine grüne Kamera mit dem i davor. Alle drei Edelknipsen habe ich auf die jeweils niedrigste ISO-Empfindlichkeit eingestellt: ISO 80. Wobei die Kameras in der intelligenten Automatik die Empfindlichkeit je nach Anforderung selbst wählt. Sony und Panasonic haben sie minimal auf ISO 125 erhöht, die Samsung hat es bei ISO 80 belassen – die EXIF-Daten zeigen das. 

So, die Aufnahmen sind im Kasten, auf geht's nach Hause – die Ergebnisse gibt's dann hier .... 

Noch ein Tipp zur Sony RX100: Für die kannst du über den amerikanischen Amazon-Shop einen praktischen aufklebbaren Zusatzgriff bestellen:

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Sonntag, 28. Oktober 2012

Bevor ich die Bilder vom gestrigen Sonnenuntergang zeige, erst mal ein paar Eindrücke des Tages. Auf unserer täglichen Joggingrunde habe ich heute die drei Kameras mitgenommen. Ich wollte wissen, wie einfache Panorama-Aufnahmen gehen und ob sich die Knipsen mit Handschuhen bedienen lassen.

Zum Thema Handschuhe: Die Panasonic und die Samsung lassen sich recht problemlos mit Handschuhen bedienen. Die Drehräder können problemlos verstellt werden und die Knöpfe trifft man auch recht gut. Weniger gut lässt sich die Sony bedienen. Die glatte Oberfläche sorgt – wie bereits erwähnt – für kaum Griffigkeit. Das ließe sich ja noch verschmerzen, der fehlende Druckpunkt des Auslösers ist da viel ärgerlicher. Man spürt mit Handschuhen überhaupt nicht, wann das Vorfokussieren endet und wann die Kamera auslöst. Dafür hat die Sony einen anderen Vorteil: Sie hat eine automatische Objektivabdeckung, während die Panasonic und Samsung einen Deckel haben. Beide lassen sich mit einem winzigen Schnürchen an der Kamera befestigen und baumeln herum. Achtung: Beim Filmen das Deckelchen festhalten, sonst kann es gegen die Kamera schlagen – das hört sich beim Abspielen dann nicht so toll an. Der Deckel von der Samsung kann übrigens auch mit Handschuhen problemlos von der Linse genommen werden – bei der Panasonic ist das etwas fummeliger, da der Deckel reicht klein ist.

Ach ja, die Panoramaaufnahmen ließen sich mit allen drei Kameras knipsen. Einfach den entsprechenden Menüpunkt auswählen und fotografieren. Bei allen Modellen wird die Kamera einfach in gleichmäßigem Tempo in eine Richtung bewegt. Aus den vielen Einzelbildern setzt die Elektronik dann das Panoramabild zusammen. Und so sehen die Ergebnisse aus:

Im Original haben die Panorama-Fotos diese Auflösungen:

Den gleichmäßigsten Bild-Eindruck hat die Samsung. Auf diesem Panorama sind praktisch keine Ansätze zwischen den einzelnen Aufnahmen zu erkennen. Fast genauso gut sehen die Panoramen der Sony aus. Nur bei ganz genauem Betrachten, sind hin und wieder feine Absätze zu sehen. Dafür haben die Aufnahmen der Sony eine extrem hohe Auflösung. Nicht ganz so gut sehen die Panoramen der Panasonic aus. Hier sind manchmal feine Kanten zu erkennen, vor allem ganz links oder rechts.  Die eingebauten elektronischen Wasserwaagen der Panasonic und Sony sind bei Panorama-Aufnahmen übrigens eine gute Hilfe, damit der Horizont schön gerade ist.

So, aber nun zu den Aufnahmen des Sonnenuntergangs. Zunächt einmal die Ergebnisse in der Einstellung Programm-Automatik:

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

Mir gefällt das Ergebnis der Panasonic am besten. Die Farben sind ausgewogen und die Belichtung wirkt gleichmäßig. Bei der Samsung sieht es ähnlich aus, allerdings werden bei ihr die Farben etwas verfälscht wiedergegeben. Ich finde, die Aufnahme hat einen leichten Grünstich und es fehlt etwas blau. Recht dunkel ist die Aufnahme der Sony. Das Blau sieht sehr kräftig und intensiv aus, allerdings ist der Strand im Vordergrund kaum noch strukturiert. 

Und nun zur den Aufnahmen mit dem Motivprogramm "Sonnenuntergang":

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

In dieser Einstellung sieht das Foto der Sony noch dunkler aus. Statt des kräftigen Blaus hat das Bild nun eine leichte Rotfärbung. Generell ist die Aufnahme wieder zu dunkel. Das Foto der Samsung wirkt etwas ausgeglichener und der Farbstich scheint weg zu sein. Dennoch ist die Aufnahme etwas zu dunkel geraten. Den Vorsprung, den die Panasonic in der Einstellung P hatte, ist dahin. Zwar ist die Farbwiedergabe immer noch am ausgeglichensten, aber nun ist das Bild zu dunkel. Die Strukturen des Strandes im Vordergrund sind jetzt kaum noch zu erkennen. Optimal sieht anders aus.

Jetzt die dritte Variante mit der Einstellung "Intelligente Automatik":

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

Die intelligente Automatik funktioniert bei der Samsung am besten. Waren die beiden Aufnahmen entweder leicht farbstichig oder zu dunkel, so sorgt die intelligente Automatik dafür, dass die Farben etwas ausgeglichener wiedergegeben werden und das Foto ein wenig heller ist. Strukturen des Strandes im Vordergrund sind jetzt erkennbar. Das Foto der Panasonic ist wesentlich heller als die beiden anderen Aufnahmen. Der Vordergrund ist gut erkennbar, allerdings fehlt den Wolken die Tiefe, Struktur und der Kontrast. Die Aufnahmen wirken einfach flach. Den größten Ausreißer leistet sich jedoch die Sony. Das Foto ist zu dunkel und hat einen intensiven Blaustich. Es scheint, als ob ein Blaufilter verwendet worden sei. Selbst das Weiß in den Wolken ist nicht wirklich weiß.

Das Ergebnis zeigt: In schwierigen Aufnahmesituationen – und dazu zählt ein Sonnenuntergang – stoßen auch diese Kameras an ihre Grenzen. Die starken Kontraste eines Sonnenuntergangs und das Gegenlicht, überfordern die Automatik der Kameras. Wer hier eine optimal belichtete Aufnahme möchte, muss manuell eingreifen und gezielt die Belichtung korrigieren. Gleiches gilt für die Farbwiedergabe inklusive der Intensität. In den nächsten Tagen werde ich versuchen, noch mal einen Sonnenuntergang mit manueller Belichtung und Farbkorrektur zu schießen – vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Jetzt geht's erst mal zum Essen. Eine prima Gelegenheit die High-ISO-Einstellung der Kameras auszuprobieren. Die Ergebnisse gibt's wieder hier ... 

 

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Montag, 29. Oktober 2012

Heute hat das norddeutsche Schietwetter voll zugeschlagen. Bei dem Sturm und Regen jagt man nicht mal einen Hund vor die Türe – aber: Olsen und ich waren trotzdem draußen. Allerdings ohne die Edelknipsen, die wollte ich nicht aufs Spiel setzen. Dafür habe ich zwei Outdoor-Kameras mitgenommen: Die Nikon AW100 und die Olympus Tough TG-1. Denen macht das Wetter noch weniger als mir – 10 Meter Tauchtiefe und Stürze aus zwei Metern Höhe sollen den Beiden nichts anhaben. Ob das stimmt und was die Abenteuerer sonst noch drauf haben, lest ihr hier demnächst.

Jetzt aber zu den Edelknipsen. Edelknipsen wollen natürlich auch mal edel getestet werden. Also ging's ab in die Sansibar. Für die drei Modelle hieß es da: Aufnahmen gibt's hier nur mit hoher ISO-Einstellung. Noch bevor ich die Speisekarte studiert habe, erst mal die Kameras auf ISO 3200 stellen. Bei der Sony geht das recht flott: Die Fn-Taste drücken, den Punkt ISO wählen und per Drehrad den Wert auf 3200 stellen. Genauso einfach klappt das mit der Samsung: Fn-Taste drücken, den Punkt ISO wählen, mit OK bestätigen und per Drehrad ISO 3200 einstellen. Etwas Kopfzerbrechen hat mir die Panasonic bereitet. Im Menü – das wird mit dem Mittelknopf des Vierwegeschalters aufgerufen – nichts! Im Quick Menü – nichts! Da war guter Rat teuer. Nach genauer Untersuchung der Kamera entdeckte ich auf der oberen Taste des Vierwegeschalters das winzig eingravierte Wort ISO. Ein Druck darauf öffnete den Punkt zur Einstellung der ISO-Empfindlichkeit. Für Blindfische wie mich sind diese winzig eingravierten Buchstaben ein Graus.

Mir fällt ein: Warum werden eigentlich die Tasten der Kameras nicht beleuchtet. Dank der hohen ISO-Empfindlichkeiten kann man doch jetzt auch bei etwas schlechterem Licht fotografieren. Aber wie bitte die Kameras einstellen, wenn man nicht erkennt, welche Taste man drücken soll. Liebe Kamerahersteller, was inzwischen jede bessere TV-Fernbedienung kann, könnt ihr doch auch – ich wünsche mit zu Weihnachten beleuchtete Tasten. Der Mangel von beleuchteten Tasten ist übrigens auch ein Grund, warum ich so gerne mit der EOS 650D arbeite. Die hat ja einen schönen Monitor, der ein Touchscreen ist und über den sich praktisch alle Einstellungen auch in absoluter Dunkelheit bewerkstelligen lassen.

So nun, da die Kameras eingestellt sind, kann ich mich der Speisekarte widmen und bestelle ... ach - seht selbst:

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

Hamburger. Ok, vielleicht nicht das typische Essen in der Sansibar, aber so lecker! Leider sind die Aufnahmen der drei Edelknipsen nicht ganz so lecker - finde ich. In meinen Augen hat keine der drei Kameras ihre Aufgabe gelöst. Das Foto der Panasonic ist zu dunkel, außerdem fehlt da die Struktur und ein leichter Rotstich ist ebenfalls nicht zu übersehen. Die Samsung hat die Aufgabe noch am besten gelöst. Immerhin werden die Farben recht naturgetreu wiedergegeben. Der Teller ist weiß, die Tomate rot und das Brötchen knusprig braun. Trotzdem fehlt mir die Tiefe in der Aufnahme, das Foto wirkt flach. Die Aufnahme der Sony ist für mich eine Enttäuschung: Sie kämpft mit einem sichtbaren Grünstich. Außerdem ist das Foto zu dunkel und ist daher in den dunklen Bereichen ohne Struktur. Nun geht's an die Details. Dazu zeige ich einen Ausschnitt in Original-Auflösung:

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

Der Ausschnitt der Panasonic zeigt die meisten Bildstörungen (Rauschen). Feine Strukturen gehen fast gänzlich verloren und wirken verpixelt. Die Samsung macht das deutlich besser. Auf dem Foto sind zwar auch Bildstörungen sichtbar, aber die Strukturen sind deutlich besser zu erkennen. Die Aufnahme wirkt deutlich weniger verpixelt. Noch weniger verpixelt sieht das Foto der Sony aus. Dafür hat die Sony feine Details etwas weggebügelt. Die Aufnahme sieht etwas verwaschen und weich aus. Optimal ist das nicht.

Nach dem Genuss des Burgers bleibt noch Zeit, die Atmosphäre in der Sansibar zu genießen und das im Bild festzuhalten. Die Einstellung der Kameras bleibt bei ISO 3200 und auf Programmautomatik. Und so sehen die Ergebnisse aus:

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

Beim Stimmungs-Bild schneidet die Panasonic deutlich besser ab als beim Burger-Bild. Zumindest wenn man nicht näher hinschaut, sondern nur den Gesamteindruck bewertet. Die Farbwiedergabe der Panasonic ist recht natürlich und auch in dunklen Stellen sind noch Details sichtbar. Der Lichtschein um die Kerzen ist nicht zu groß und auffällig – so soll es sein. Auch die Samsung löst die Aufgabe recht gut. In dunklen Bildteilen sind noch ausreichend Details sichtbar. Der Lichtschein um die Kerzen ist etwas größer als bei der Panasonic, aber noch nicht störend. Vorteile hat die Samsung – wie auch schon beim Burger-Bild – beim Weißabgleich. Die Teller werden tatsächlich weiß wiedergegeben Allerdings taucht der leichte Grünstich wieder auf, der schon beim Sonnenuntergang etwas störte. Betrüblich aber wahr: Auch hier löst die Sony die Aufgabe am schlechtesten. Das Foto ist einfach viel zu dunkel, Details in dunklen Bildpartien verschwinden komplett. Besonders störend finde ich die viel zu großen Lichtkreise um die Kerzen, die sehr stark überstrahlen. Und nun nochmal ein Detail der Fotos:

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt.

Die Auffälligkeiten, die beim vorangegangenen Detailbild schon auffielen, bestätigen sich hier erneut. Die Aufnahme der Panasonic zeigt die meisten Störungen, Details werden nur sehr ungenau wiedergegeben, Strukturen verschwinden – gut zu erkennen beim Hemd rechts oben im Bild. Die Samsung löst das schon deutlich besser. In den weißen Flächen der Teller und Servietten sind kaum Bildstörungen (Rauschen) zu erkennen. Das ist bei einer ISO-Empfindlichkeit von ISO 3200 schon recht beachtlich. In der Detail-Aufnahme ist das Überstrahlen der Kerzen noch besser zu erkennen. Im Vergleich zur Sony ist das bei der Samsung aber noch harmlos. Das Detail zeigt, wie groß bei der Sony der Lichtkreis um die Kerze ist und damit einen großen Bereich der Aufnahme verschluckt. Ansonsten zeigt die Sony nur mäßige Bildstörungen, aber auch wenig Tiefe. Das Detail wirkt flach ohne Struktur.

Abschließend lässt sich sagen, so perfekt wie der Burger geschmeckt hat, haben die drei Kameras ihre Aufgabe nicht gelöst. Wer in solch schwierigen Aufnahmesituationen ein gutes Bild machen möchte, muss mehrere Versuche machen und manuell eingreifen. Denn hier stoßen auch die Edelknipsen an ihre Grenzen. In den nächsten Tagen werde ich noch mal eine ISO-Belichtungsreihe fotografieren, um festzustellen, ab wann die Bildstörungen bei den einzelnen Modellen störend sind.

Und wie geht es morgen weiter? Keine Ahnung – mal schauen wie das Wetter wird und welche Motive ich vor die Linse bekomme. Ein Brennweitenvergleich steht noch aus und außerdem möchte ich sehen, wie sich die großen Ausgangsblenden auf die Tiefenschärfe auswirkt.

 

 

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Dienstag, 30. Oktober 2012

Der Tag fängt fantastisch an: Sonne, weiße Wolken, blauer Himmel! Grund genug, mit Olsen mal eben an den Strand zu gehen und den tollen Sonnenaufgang zu fotografieren. Übrigens: Aufgefallen ist es mir ja schon von Anfang an, aber geschrieben habe ich es bisher noch nicht: Die Panasonic und die Samsung haben einen Bildsensor im Format 4 : 3, die Sony im Format 3 : 2. Natürlich lassen sich alle Kameras auf andere Aufnahmeformate einstellen, dann reduziert sich allerdings die Auflösung – später noch mehr dazu. So und hier nun die Ergebnisse des Sonnanaufgangs:

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

Macht euch selbst ein Bild. Welches Ergebnis gefällt euch am besten? Schreibt mir: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mehr dazu heute Abend … und wenn ihr immer auf dem Laufenden bleiben wollt, dann tragt euch für meinen Newsletter ein. Lasst euch nicht durch das Wort "Kontoinformation" abschrecken – tatsächlich ist es im Moment nur die Anmeldung für den Newsletter .... und hier geht's zur Anmeldung.

Der Dienstag war ein langer Tag – der Ausflug an den Strand erfolgreich. Mit den drei Kameras konnte ich schöne Aufnahmen machen, um die Unterschiede in der Tiefenschärfe der einzelnen Modelle zu zeigen. Die Ergebnisse gibt es morgen zu sehen.

Ein paar Erfahrungen des Tages möchte ich aber schon mal loswerden. Heute Abend ist mir aufgefallen, dass das Anzeigefeld der Sony schon leicht verkratzt ist. Ich habe die Kamera nicht anders transportiert oder behandelt als die beiden anderen Modelle. Deren Displays sehen noch aus wie neu. Für eine so teure Kamera wie die Sony finde ich es ärgerlich, dass das Display nicht kratzfester ist. Einen großen Vorteil hat die Samsung in Bezug auf das Anzeigefeld: Da es dreh- und klappbar ist, kann es beim Transport nach innen geklappt werden und ist so vor Beschädigungen bestens geschützt.

Apropos Anzeigefeld: Während meiner Aufnahmen ist mir wieder einmal aufgefallen, wie schwierig es ist, ausschließlich mit einem Display zu fotografieren. Die Sonne war zeitweise so hell, dass auf den Displays kaum noch was zu erkennen war. Selbst in der hellsten Einstellung war es schwierig, den Bildausschnitt präzise zu treffen. Und nach der Aufnahme ist die Bild-Kontrolle auch nicht gerade einfach. Diese Erfahrungen bestätigen mich wieder einmal in meiner Meinung, dass ich auf einen optischen oder elektronischen Sucher nicht verzichten möchte, wenn ich hochwertige Fotos schießen will. Für Schnappschüsse reicht ein Display völlig aus, aber wenn's ans Gestalten geht und vor allem darum geht, den Schärfepunkt präzise zu treffen, ist ein Sucher Gold wert. In dem Punkt hat die Panasonic Lumix DMC-LX7 ganz klar die Nase vorn, denn für die gibt es den elektronischen Aufstecksucher DMW-LVF2 – allerdings zum stolzen Preis von 279 Euro.

Und wenn wir schon beim Thema aufstecken sind: Die Samsung und die Panasonic haben einen Blitzschuh, um einen externen Blitz zu nutzen. Die Sony kann ausschließlich mit dem eigenen Blitz das Motiv aufhellen. Eine zusätzliche Leuchte lässt sich nicht nutzen. Wer mit den Kameras häufiger auch mal Blitzaufnahmen machen möchte, sollte das bei seiner Kaufentscheidung berücksichtigen.

So, erst mal genug für heute. Die Bilder gibt's morgen, ein paar Worte zu den Sonnenaufgangs-Bildern auch. Wer bis dahin noch nicht genug von der Foto-Bude hat, kann sich auf Youtube schon mal ein Video zur Sony Cybershot DSC-RX100 ansehen. Darin erkläre ich die wichtigsten Funktionen der Kamera. Und hier geht's zum kleinen Filmchen: http://bit.ly/Sony-Cybershot-DSC-RX100

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Mittwoch, 31. Oktober 2012

Gestern wollte ich wissen, wie gut sich mit dem Kameras Aufnahmen mit unterschiedlicher Schärfentiefe gestalten lassen. Immerhin haben die Kameras große Ausgangsblenden von f 1.4 beziehungsweise f 1.8 (Sony). Das sollte eine Menge Spielraum für die Gestaltung bieten. Allerdings: Die Sensoren der Kameras sind recht klein, was wiederum kontraproduktiv ist. Dabei hat die Sony noch den größten Sensor mit den Maßen 13,2 x 8,8 Millimeter, einer Diagonale von knapp 16 Millimetern und einer Fläche von 116 Quadratmillimetern. Die Auflösung beträgt 20 Megapixel. In der Panasonic und Samsung  arbeiten Sensoren mit den Abmessungen von 7,4 x 5,5 Millimetern, einer Diagonale von 9,2 Millimetern und eine Fläche von 40 Quadratmillimetern. Bei der Panasonic beträgt die Auflösung 10 Megapixel, bei der Samsung 12 Megapixel.

Nominal sollte die Sony mit der knapp dreifachen Sensorfläche also deutlich die Nase vorn haben. Damit sollten schon prima Aufnahmen mit guter Schärfentiefe-Wirkung möglich sein. Die Praxis sieht aber leider etwas anders aus. Der Grund ist aber weder der Sensor noch die Optik, sondern ein fehlender Graufilter (ND-Filter). Möchte man bei normalem Sonnenlicht und niedrigster ISO-Empfindlichkeit mit offener Blende f 1.8 fotografieren, kommt die Sony an ihre Belichtungszeitgrenzen. Die Folge: Selbst mit kürzester Belichtungszeit von 1/2000 Sekunde sind die Aufnahmen überbelichtet. Um den Schärfentiefe-Test dennoch machen zu können, musste ich auf einen Moment warten, in dem sich Wolken vor die Sonne schoben. Schade, hier verschenkt Sony den Sensor-Größen-Vorteil, denn bei hellem Sonnenlicht muss man mindestens um zwei Blendenstufen abblenden, um korrekt belichtete Aufnahmen hinzubekommen. 

 

Die beiden anderen Kameras haben einen eingebauten Graufilter, der sich per Knopfdruck in die Optik schiebt (Foto links der Schalter der Panasonic). So sind selbst bei hellem Sonnenlicht Aufnahmen mit größter Blendenöffnung von f 1.4 möglich. Aber nicht nur in dieser Situation hat der Graufilter Vorteile, sondern auch, wenn man längere Belichtungszeiten benötigt, beispielsweise um gezielt Unschärfen ins Motiv zu bekommen. Ich nutze das gerne bei Wasserfällen oder Springbrunnen. Aber auch Wellen lassen so beeindruckend einfangen – vielleicht mache ich davon noch mal ein Beispielfoto.

So, nun aber zu den Ergebnissen meines Tests. Alle Aufnahmen sind mit der kürzesten Brennweite in Weitwinkeleinstellung aufgenommen. Als erstes zeige ich die drei Aufnahmen bei kleinster Blendenöffnung. Bei der Panasonic ist das Blende f 8.0, bei der Samsung Blende f 7.7 und bei der Sony Blende f 11:

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

Gut zu erkennen: Auf den drei Fotos ist alles von vorne bis hinten knackscharf. Auschnitte aus den jeweiligen Fotos zeigen das nochmal im Detail:

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

Auch die Detail-Ansicht zeigt, dass die Fotos durch und durch knackscharf sind. Wobei hier deutlich zu sehen ist, dass die Sony ihren Megapixel-Vorteil nun ausspielt. Die Details werden extrem präzise und knackscharf wiedergegeben. Die Grashalme in der zweiten Detailansicht sehen ziemlich brillant aus. Gerade die Panasonic kann da nicht mehr mithalten – kein Wunder, hat sie doch gerade mal die halbe Auflösung und einen deutlich kleineren Sensor. Etwas besser sieht es bei der Samsung aus, aber das hohe Niveau der Sony erreicht sie auch nicht.

Nun die Aufnahmen bei größter Blendenöffnung:

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

Gut zu erkennen, wie der Vordergrund scharf ist und der Hintergrund unscharf ist. Bei der Sony sieht das erwartungsgemäß am besten aus. Hier ist die Unschärfe schön weich und gleichmäßig. In den Details ist das noch besser zu erkennen. Zum Vergleich zunächst das Detail um Vordergrund, was wieder knackscharf ist, dann die Grashalme im Hintergrund:

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

  • Panasonic Lumix DMC-LX7 f 1.4 Detail 2 800 x 800Panasonic Lumix DMC-LX7 f 1.4 Detail 2 800 x 800Panasonic Lumix DMC-LX7 f 1.4 Detail 2 800 x 800
  • Samsung EX2F f 1.4 Detail 2 800 x 800Samsung EX2F f 1.4 Detail 2 800 x 800Samsung EX2F f 1.4 Detail 2 800 x 800
  • Sony Cybershot DSC-RX100 f 1.8 Detail 2 800 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 f 1.8 Detail 2 800 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 f 1.8 Detail 2 800 x 800

Die Detailaufnahmen zeigen den Vorteil der Sony noch klarer. Mir gefällt die schöne gleichmäßige Unschärfe. Die Strukturen sind noch gut zu erkennen und nicht verwaschen. Panasonic und Samsung schenken sich nicht viel. Die Panasonic wirkt ein wenig weicher als die Samsung. Insgesamt hinterlassen beide aber einen guten Eindruck, können aber nicht mit der Sony mithalten. Aber – wie schon gesagt – das Spiel mit der Schärfentiefe funktioniert bei der Sony nur, wenn es nicht zu hell sind, sonst kommt die RX100 schnell an die Belichtungsgrenzen, weil ihr der Graufilter fehlt.

Die Testreihe hat mir gezeigt, dass der große Sensor der Sony mit einer Auflösung von 20 Megapixeln bei gestalteten Aufnahmen den beiden anderen Kameras überlegen ist. Ich werde in den nächsten Tagen nochmal Portrait-Aufnahmen machen in leichter Teleeinstellung und erwarte dann, dass die Sony die beiden Konkurrenten nochmal abhängt. 

Noch mal ein Wort zu dem Aufnahmemodus. Ich habe alle Aufnahmen in der höchsten JPEG-Auflösung gemacht. Alle Kameras können auch RAW-Fotos machen. Da erfahrungsgemäß aber die wenigsten Hobby- und Amateur-Fotografen dieses Dateiformat dauerhaft nutzen, habe ich das JPEG-Format gewählt. Mehr zum Thema später nochmal.

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Donnerstag, 1. November 2012

Spät ist es heute geworden – aber nicht zu spät. Heute habe ich am Hafen noch mal Fotos für den Brennweiten-Vergleich geschossen. Zugegeben, groß sind die Unterschiede nicht, aber so kann sich wenigstens jeder selbst ein Bild davon machen – im wahrsten Sinne des Wortes. Hier als die kurze Übersicht:

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

  Aufnahmen mit kürzester und längster  Brennweite
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (1) Weitwinkel 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (1) Weitwinkel 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (1) Weitwinkel 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (2) Tele 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (2) Tele 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (2) Tele 1200 x 900
  • Samsung EX2F (1) Weitwinkel 1200 x 900Samsung EX2F (1) Weitwinkel 1200 x 900Samsung EX2F (1) Weitwinkel 1200 x 900
  • Samsung EX2F (2) Tele 1200 x 900Samsung EX2F (2) Tele 1200 x 900Samsung EX2F (2) Tele 1200 x 900
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (1) Weitwinkel 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (1) Weitwinkel 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (1) Weitwinkel 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (2) Tele 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (2) Tele 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (2) Tele 1200 x 800

So wirklich große Unterschiede kann ich nicht erkennen. Ok, die Sony hat ein paar Millimeter weniger im Weitwinkelbereich. Auf dem Foto fehlt daher rechts ein bisschen vom zweiten Kutter, dafür holt sie den ersten Kutter in der Tele-Einstellung ein wenig näher ran, als die übrigen beiden Kameras. Aber wirklich gravierend ist das alles nicht. Um ehrlich zu sein, hätte ich mir bei allen Kameras ein paar Millimeter mehr Brennweite gewünscht. Während meiner Fototrips kam es immer mal wieder vor, dass ich im Telebereich das Motiv gerne etwas näher ranbekommen hätte. Ich sag mal: Ein 5fach-Zoom würde mich glücklich machen – wie es zum Beispiel die Canon PowerShot S100 hat. Wie seht ihr das?  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

So und jetzt noch paar Anmerkungen zu den Kameras. Das dreh- und klappbare Display der Samsung finde ich immer besser – wenn die Knipsen schon keinen serienmäßigen Sucher haben. Ich habe einige Aufnahmen in Bodennähe gemacht und da kam mit der Kontrollbildschirm der Samsung entgegen. 

Bei den Aufnahmen mit unterschiedlicher Blende zur Kontrolle des Schärfentiefe-Effekts ist mir aufgefallen, dass die Panasonic ja ein Blendenrad am Objektiv hat. Damit lässt sich die Blende blitzschnell einstellen. Allerdings kann das Rad mit keiner anderen Funktion belegt werden. Das ist bei der Sony anders. Bei der kann das Drehrad individuell belegt werden. Allerdings geht das nur mit einem Umweg übers Hauptmenü. Ich finde das zu umständlich. Eine Art Schnellwahltaste wäre da mein Wunsch. Ähnlich wie die Fn-Taste der Sony: Taste drücken, Funktion wählen und los geht's. Damit würde mir das Arbeiten mit dem Drehrad der RX100 noch mehr Spaß machen.

Die Panasonic hat übrigens noch zwei weitere Einstellmöglichkeiten direkt am Objektiv: Das Bildformat und die Autofokus-Wahl. Letztere kann ich ja noch nachvollziehen, aber die Umstellung des Bildformats finde ich völlig unwichtig – zumindest an dieser exponierten Stelle. Ich fotografiere immer in höchstmöglicher Auflösung und beschneide das Bild später aufs gewünschte Format. Ich würde mir an dieser Stelle einen Schalter zur Belichtungskorrektur wünschen. Die brauche ich immer wieder und genieße den direkten Zugriff, wie ihn beispielsweise die Fujifilm X10 hat. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Samsung. Die hat oben neben dem Programmwahlrad ein zweites Rad. An dem wird zwischen Einzelbild, Serienbild-Aufnahme, Braketing und Selbstauslöser gewählt. Mit Sicherheit eine Funktion, die ich wesentlich seltener brauche, als die Belichtungskorrektur. Noch besser wäre es, man könnte das Drehrad individuell mit einer Funktion belegen. Aber zur Entschuldigung der Samsung sei erwähnt, dass sie an der Vorderseite des Griffs unter dem Auslöser ein Drehrad hat, mit dem man eine Belichtungskorrektur einstellen kann. Einfach kurz auf das Drehrad drücken und dann daran drehen. Wer nun hofft, die Funktion des Rades könne im Menü individuell eingestellt werden, der wird enttäuscht: Geht nicht!

Wollt ihr wissen, welche Kamera im Moment mein Favorit ist? Keine – mir fällt die Entscheidung bist jetzt extrem schwer, alle Modelle haben Vor- und Nachteile .... aber vielleicht kann mich eine der Kameras bis zum Ende des Tests ja noch überzeugen. 

Und morgen geht's weiter. Auf dem Programm stehen noch die ISO-Reihen, Makro, Portrait und … mal schauen.

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Freitag, 2. November 2012

Heute geht's nochmal um das Thema Bildqualität bei verschiedenen ISO-Einstellungen. Mit den drei Edel-Knipsen habe ich jeweils ISO-Reihen fotografiert. In der Übersicht zeige ich zunächst das gesamte Bild in etwas reduzierter Auflösung. 

Die Übersichtstabelle zeigt die Unterschiede. Die Bilder sind auf eine Größe von 1200 x 900 Bildpunkten, beziehungsweise 1200 x 800 Bildpunkten bei der Sony, heruntergerechnet. Die ISO-Werte steigen von niedrigsten ISO-Einstellung ISO 80 bis zur höchsten von ISO 6400 beziehungsweise ISO 12800. In der Vollansicht werden die jeweiligen Werte als Bildunterschrift angezeigt. Mit einem Klick auf das Vorschaubild startet die Diashow in voller Auflösung. 

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (1) ISO 80 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (1) ISO 80 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (1) ISO 80 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (2) ISO 100 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (2) ISO 100 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (2) ISO 100 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (3) ISO 200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (3) ISO 200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (3) ISO 200 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (4) ISO 400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (4) ISO 400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (4) ISO 400 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (5) ISO 800 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (5) ISO 800 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (5) ISO 800 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (6) ISO 1600 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (6) ISO 1600 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (6) ISO 1600 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (7) ISO 3200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (7) ISO 3200 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (7) ISO 3200 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (8) ISO 6400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (8) ISO 6400 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (8) ISO 6400 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (9) ISO 12800 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (9) ISO 12800 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 (9) ISO 12800 1200 x 900
  • Samsung EX2F (1) ISO 80 1200 x 900Samsung EX2F (1) ISO 80 1200 x 900Samsung EX2F (1) ISO 80 1200 x 900
  • Samsung EX2F (2) ISO 100 1200 x 900Samsung EX2F (2) ISO 100 1200 x 900Samsung EX2F (2) ISO 100 1200 x 900
  • Samsung EX2F (3) ISO 200 1200 x 900Samsung EX2F (3) ISO 200 1200 x 900Samsung EX2F (3) ISO 200 1200 x 900
  • Samsung EX2F (4) ISO 400 1200 x 900Samsung EX2F (4) ISO 400 1200 x 900Samsung EX2F (4) ISO 400 1200 x 900
  • Samsung EX2F (5) ISO 800 1200 x 900Samsung EX2F (5) ISO 800 1200 x 900Samsung EX2F (5) ISO 800 1200 x 900
  • Samsung EX2F (6) ISO 1600 1200 x 900Samsung EX2F (6) ISO 1600 1200 x 900Samsung EX2F (6) ISO 1600 1200 x 900
  • Samsung EX2F (7) ISO 3200 1200 x 900Samsung EX2F (7) ISO 3200 1200 x 900Samsung EX2F (7) ISO 3200 1200 x 900
  • Samsung EX2F (8) ISO 6400 1200 x 900Samsung EX2F (8) ISO 6400 1200 x 900Samsung EX2F (8) ISO 6400 1200 x 900
  • Samsung EX2F (9) ISO 12800 1200 x 900Samsung EX2F (9) ISO 12800 1200 x 900Samsung EX2F (9) ISO 12800 1200 x 900
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (1) ISO 80 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (1) ISO 80 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (1) ISO 80 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (2) ISO 100 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (2) ISO 100 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (2) ISO 100 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (3) ISO 125 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (3) ISO 125 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (3) ISO 125 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (4) ISO 200 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (4) ISO 200 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (4) ISO 200 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (5) ISO 400 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (5) ISO 400 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (5) ISO 400 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (6) ISO 800 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (6) ISO 800 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (6) ISO 800 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (7) ISO 1600 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (7) ISO 1600 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (7) ISO 1600 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (8) ISO 3200 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (8) ISO 3200 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (8) ISO 3200 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (9) ISO 6400 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (9) ISO 6400 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 (9) ISO 6400 1200 x 800

In dieser Übersicht sind keine großen Unterschiede sichtbar. Alle Kameras liefern bis zu einer ISO-Empfindlichkeit von ISO 1600 gute Ergebnisse. Die Sony auch bis ISO 3200. Die höchste Empfindlichkeit lässt sich übrigens bei der Panasonic und Samsung einstellen: ISO 12800 machen beide. Allerdings nur in verminderter Auflösung. Bei der Samsung sind das von 1984 × 1488 Bildpunkten und bei der Panasonic 2048 × 1536 Bildpunkte. Die höchste Empfindlichkeit der Sony ist 6400 – natürlich in voller Auflösung. Um nun die Unterschiede besser beurteilen zu können, habe ich aus den Original-Aufnahmen jeweils einen Ausschnitt von 800 x 600 Bildpunkten, beziehungsweise 1000 x 700 Bildpunkten bei der Sony, ausgeschnitten. Hier ist dann auch deutlich zu erkennen, bis zu welcher ISO-Empfindlichkeit die Kameras gute Ergebnisse liefern. 

Die Übersichtstabelle zeigt die Unterschiede. Die Bilder haben eine Größe von 800 x 600 Bildpunkten, beziehungsweise 1000 x 700 Bildpunkten bei der Sony. Es sind unbearbeitete Ausschnitte der Originalaufnahmen. Die ISO-Werte steigen von niedrigsten ISO-Einstellung ISO 80 bis zur höchsten von ISO 6400 beziehungsweise ISO 12800. In der Vollansicht werden die jeweiligen Werte als Bildunterschrift angezeigt. Mit einem Klick auf das Vorschaubild startet die Diashow in voller Auflösung. 

  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (1) ISO 80 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (1) ISO 80 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (1) ISO 80 Detail 800 x 600
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (2) ISO 100 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (2) ISO 100 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (2) ISO 100 Detail 800 x 600
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (3) ISO 200 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (3) ISO 200 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (3) ISO 200 Detail 800 x 600
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (4) ISO 400 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (4) ISO 400 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (4) ISO 400 Detail 800 x 600
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (5) ISO 800 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (5) ISO 800 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (5) ISO 800 Detail 800 x 600
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (6) ISO 1600 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (6) ISO 1600 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (6) ISO 1600 Detail 800 x 600
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (7) ISO 3200 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (7) ISO 3200 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (7) ISO 3200 Detail 800 x 600
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (8) ISO 6400 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (8) ISO 6400 Detail 800 x 600Panasonic Lumix DMC-LX7 (8) ISO 6400 Detail 800 x 600
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 (9) ISO 12800 Detail 500 x 375Panasonic Lumix DMC-LX7 (9) ISO 12800 Detail 500 x 375Panasonic Lumix DMC-LX7 (9) ISO 12800 Detail 500 x 375
  • Samsung EX2F (1) ISO 80 Detail 800 x 600Samsung EX2F (1) ISO 80 Detail 800 x 600Samsung EX2F (1) ISO 80 Detail 800 x 600
  • Samsung EX2F (2) ISO 100 Detail 800 x 600Samsung EX2F (2) ISO 100 Detail 800 x 600Samsung EX2F (2) ISO 100 Detail 800 x 600
  • Samsung EX2F (3) ISO 200 Detail 800 x 600Samsung EX2F (3) ISO 200 Detail 800 x 600Samsung EX2F (3) ISO 200 Detail 800 x 600
  • Samsung EX2F (4) ISO 400 Detail 800 x 600Samsung EX2F (4) ISO 400 Detail 800 x 600Samsung EX2F (4) ISO 400 Detail 800 x 600
  • Samsung EX2F (5) ISO 800 Detail 800 x 600Samsung EX2F (5) ISO 800 Detail 800 x 600Samsung EX2F (5) ISO 800 Detail 800 x 600
  • Samsung EX2F (6) ISO 1600 Detail 800 x 600Samsung EX2F (6) ISO 1600 Detail 800 x 600Samsung EX2F (6) ISO 1600 Detail 800 x 600
  • Samsung EX2F (7) ISO 3200 Detail 800 x 600Samsung EX2F (7) ISO 3200 Detail 800 x 600Samsung EX2F (7) ISO 3200 Detail 800 x 600
  • Samsung EX2F (8) ISO 6400 Detail 800 x 600Samsung EX2F (8) ISO 6400 Detail 800 x 600Samsung EX2F (8) ISO 6400 Detail 800 x 600
  • Samsung EX2F (9) ISO 12800 Detail 500 x 375Samsung EX2F (9) ISO 12800 Detail 500 x 375Samsung EX2F (9) ISO 12800 Detail 500 x 375
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (1) ISO 80 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (1) ISO 80 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (1) ISO 80 Detail 1000 x 700
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (2) ISO 100 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (2) ISO 100 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (2) ISO 100 Detail 1000 x 700
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (3) ISO 125 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (3) ISO 125 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (3) ISO 125 Detail 1000 x 700
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (4) ISO 200 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (4) ISO 200 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (4) ISO 200 Detail 1000 x 700
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (5) ISO 400 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (5) ISO 400 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (5) ISO 400 Detail 1000 x 700
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (6) ISO 800 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (6) ISO 800 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (6) ISO 800 Detail 1000 x 700
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (7) ISO 1600 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (7) ISO 1600 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (7) ISO 1600 Detail 1000 x 700
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (8) ISO 3200 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (8) ISO 3200 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (8) ISO 3200 Detail 1000 x 700
  • Sony Cybershot DSC-RX100 (9) ISO 6400 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (9) ISO 6400 Detail 1000 x 700Sony Cybershot DSC-RX100 (9) ISO 6400 Detail 1000 x 700

Jetzt wird es schon deutlicher, welche Kamera bis zu welchem ISO-Wert noch ordentliche Ergebnisse liefert. Überrascht hat mich dabei die Sony Cyberschot DSC-RX100. Die liefert selbst bei einem ISO-Wert von 3200 noch ordentliche Ergebnisse. Ich kann Details gut erkennen, allzu sehr ist das Bild nicht verpixelt. Erst bei ISO 6400 sieht das Bild deutlich grieselig aus – aber immer noch brauchbar. In meinen Augen das schlechteste Ergebnis hat die Panasonic Lumix DMC-LX7. Wirklich gut sehen die Aufnahmen nur bis zu einer Empfindlichkeit von ISO 800 aus, dann wird's schon kritisch. Während ISO 1600 vielleicht noch akzeptabel ist, sind die Aufnahmen ab ISO 3200 kaum noch brauchbar. Das Detail mit ISO 3200 ist extrem grieselig, Details, wie die eng beieinander verlaufenden Seile, verschwimmen. Nicht viel besser sieht es bei der Samsung aus. Die liefert bis ISO 1600 noch halbwegs akzeptable Ergebnisse. Dann geht's allerdings schnell bergab. Die Aufnahme mit ISO 3200 sieht genauso schlecht aus, wie die der Panasonic. Nahezu unbrauchbar sind die Aufnahmen mit ISO 6400 und ISO 12800. Die sind völlig verpixelt und Details sind praktisch nicht mehr zu erkennen. Der klare ISO-Testsieger ist die Sony Cybershot DSC-RX100. Zwei kleine Mankos hat allerdings auch sie: Die Aufnahmen neigen dazu, etwas zu knapp belichtet zu werden. Hierauf sollte man achten und gegebenenfalls eine kleine Belichtungskorrektur berücksichtigen. Und: Es fehlt der eingebaute Graufilter (ND-Filter). Es ist mir völlig rätselhaft, wie man bei einer Kamera mit so hohem Anspruch ein so wichtiges Ausstattungsdetail vergessen kann. Zumal man auf die Sony nicht mal einen Filter aufschrauben kann.

Nach fünf Tagen hat der Akku der Samsung als erster schlapp gemacht. Wobei auch die beiden anderen Kameras bereits auf Reserve laufen. Die meiste Power scheint der Panasonic-Akku zu haben. Der wird übrigens als einziger in einem externen Ladegerät wieder mit Energie versorgt. Der Samsung- und der Sony-Akku werden direkt in der Kamera geladen.Nachteil dieses Verfahrens: Ein Ersatzakku kann nicht außerhalb der Kamera geladen werden. 

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Montag, 5. November 2012

Nach zwei Tagen Pause geht's jetzt weiter in der Foto-Bude. Das Thema Portrait steht heute auf meinem Zettel. Dazu habe ich gestern das tolle Sonnenwetter genutzt und mit den Kameras ein paar Portraits geschossen. Dabei habe ich zunächst ohne Programm- oder Motivautomatik die Portraits aufgenommen. Ich habe die Einstellung Zeit-Automatik (A) verwendet. Bei der Panasonic heißt die übrigens Blenden-Priorität. Eigentlich keine schlechte Idee, denn so wird klar, warum die Einstellung überhaupt mit "A" = Aperture = Blende abgekürzt wird. Also bei allen Kameras die kleinste Blende gewählt, den Zoom auf maximale Brennweite eingestellt und los geht's. Wie ich schon erwähnt habe, kommt die Sony mit 100 Millimeter Kleinbild-Brennweite auf den höchsten Wert. Allerdings beträgt die Blende dann f 4.9. Ich hatte befürchtet, dass bei dieser Blende der Hintergrund zu scharf abgebildet wird. Wie man auf dem Foto sehen kann, ist das aber nicht der Fall. In Verbindung mit dem großen Sensor sieht der Hintergrund nicht viel anders aus, als bei den beiden anderen Kameras. Die Panasonic hat bei 90 Millimeter Kleinbild-Brennweite die Blende f 2.3 und die Samsung bei 80 Millimeter Kleinbild-Brennweite eine Blende von f 3.0. Alle Fotos sind übrigens mit einer ISO- Einstellung von ISO 100 entstanden.

Im zweiten Durchgang wollte ich wissen, was die Motivprogramme der Kameras leisten. Also bei der Sony das Drehrad auf den Punkt SCN stellen und "Portrait" wählen. Bei der Panasonic genau das Gleiche – wobei es hier noch die Einstellung "Schöne Haut" gibt, dazu später mehr. Bei der Samsung stelle ich das Drehrad auf die kleine Kamera mit Stern und wähle dann unter dem Menüpunkt "Szene" die Einstellung "Beauty Shot". Ich erwarte, dass die Kameras wie bei der manuellen Einstellung eine kleine Blende wählen, damit der Hintergrund unscharf wird und die Farbtemperatur so wählen, dass die Haut schön wiedergegeben wird – ohne hässlichen Farbstich. Und so sehen die Ergebnisse aus.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

  Portrait-Aufnahmen ohne und mit Motivprogramm
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 Portrait 1200 x 1600Panasonic Lumix DMC-LX7 Portrait 1200 x 1600Panasonic Lumix DMC-LX7 Portrait 1200 x 1600
  • Panasonic Lumix DMC-LX7 Portrait mit Motivprogramm 1200 x 1600Panasonic Lumix DMC-LX7 Portrait mit Motivprogramm 1200 x 1600Panasonic Lumix DMC-LX7 Portrait mit Motivprogramm 1200 x 1600
  • Samsung EX2F Portrait 1200 x 1600Samsung EX2F Portrait 1200 x 1600Samsung EX2F Portrait 1200 x 1600
  • Samsung EX2F Portrait mit Motivprogramm 1200 x 1600Samsung EX2F Portrait mit Motivprogramm 1200 x 1600Samsung EX2F Portrait mit Motivprogramm 1200 x 1600
  • Sony Cybershot DSC-RX100 Portrait 1200 x 1800Sony Cybershot DSC-RX100 Portrait 1200 x 1800Sony Cybershot DSC-RX100 Portrait 1200 x 1800
  • Sony Cybershot DSC-RX100 Portrait mit Motivprogramm 1200 x 1800Sony Cybershot DSC-RX100 Portrait mit Motivprogramm 1200 x 1800Sony Cybershot DSC-RX100 Portrait mit Motivprogramm 1200 x 1800

 

Die erste Aufgabe haben alle drei Kameras gemeistert: In der automatischen Einstellung die richtige Blende gewählt, so dass der Hintergrund unscharf ist. Die Kameras verwenden in der Automatik die gleiche Blende, wie bei manueller Einstellung. Den zweiten Punkt haben die Kameras mittelmäßig gelöst. Der Farbeindruck ist nur minimal unterschiedlich. Vor allem bei der Samsung hätte ich da mehr erwartet. Deren Aufnahme hat in der Grundeinstellung einen leichten Farbstich, so dass das Foto etwas kühl aussieht. Genau hier hätte ich erwartet, das die Samsung einen farblich perfekten "Beauty Shot" hinlegt. Aber nix. Zwar wirkt die Haut etwas glatter – war natürlich auch erfreut – aber die Farbe hat sich kaum verändert. Etwas mehr Wärme hätte dem Gesicht gut getan. 

Bei der Panasonic und der Sony kann ich nur minimale Unterschiede erkennen. Im Motivprogramm sind die Fotos einen Hauch wärmer und die Haut etwas glatter. Alles in allem liefern beide Kameras ein prima Ergebnis ab. Mir persönlich gefällt allerdings das Foto der Panasonic am besten. Die Farben wirken sehr natürlich und ausgeglichen, die Schärfe ist gut und der Hintergrund zeigt sich herrlich weich. Die Sony macht das auch nicht viel schlechter. Aber ich finde den Farbton etwas kühler und den Hintergrund nicht ganz so harmonisch. Ich würde für Portraits die Panasonic nehmen.

Beim Fotografieren ist mir wieder aufgefallen, wie wichtig für mich ein Sucher ist. Scheint die Sonne direkt auf die Displays der Kameras ist fast nichts darauf zu erkennen. Ich habe praktisch keine Kontrolle über die Gestaltung. Ich sehe nur mit Mühe die wichtigen Einstellungen wie Blende, Belichtungszeit und ISO-Empfindlichkeit. 

Nach den Fototouren mit den Kameras noch ein Wort zu Größe und Gewicht. Die Sony passt dank ihrer kompakten Bauweise sogar noch in meine Hemdtasche. Bei der Panasonic und Samsung wird das schwierig, da die Objektive recht weit aus dem Gehäuse herausragen. Außerdem sind sie auch etwas schwerer als die Sony. Zum Vergleich: Die Panasonic und die Samsung bringen jeweils rund 300 Gramm auf die Waage, die Sony "nur" 240 Gramm. Bei der Dicke sieht's ähnlich aus: Während die Sony mit 3,6 Zentimeter recht flach ist, tragen die Panasonic und Sony mit 4,8 Zentimetern deutlich dicker auf. Außerdem sind sie noch etwas höher und länger. 

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Dienstag, 6. November 2012

Nah, näher, Makro. Heute müssen die Kameras zeigen, ob sie Kleines ganz groß raus bringen. Mit den drei Modellen kann man ordentlich nah ans Motiv ran. Wie nah, werde ich sehen. Im Wald habe ich einen kleinen Pilz auf einem Baumstamm gefunden, eingerahmt von satt grünem Moos – also los.

Als erstes ist die Panasonic dran. Erst mal die ISO-Empfindlichkeit auf ISO 400 einstellen, schließlich ist es im Wald nicht strahlend hell und das Bild soll ja nicht verwackeln. Nun das Makro-Programm wählen – aber wo lässt sich das bloß einstellen. In den Menüs – nix. Auf den Vierwege-Tasten - nix. Nach einiger Sucherei finde ich dann den Wahlschalter für Makro: Er ist links am Objektiv. Dort lässt sich zwischen AF (Autofokus), AF-Makro und MF (manueller Fokus) wählen. Alternativ kann auch die intelligente Automatik iA am Wahlrad auf der Kameraoberseite eingestellt werden, dann schaltet die Panasonic automatisch in den Makro-Modus um. So, nun den Pilz anvisieren und .... schon fehlt mir das dreh- und klappbare Display. Entweder blicke ich extrem schräg aufs Anzeigefeld und erkenne kaum was oder ich muss mich auf den Waldboden legen – ich entscheide mich für ersteres. Nun das nächste Problem: Die Kamera stellt auf alles mögliche scharf, nur nicht auf den Kopf des Pilzes. Mit einem Touchdisplay wäre das kein Problem. Nach einigen Versuchen gelingt es schließlich, auf den Pilz-Kopf scharf zu fokussieren. Statt mit dem Autofokus zu arbeiten kann man auch manuell scharfstellen. Dazu wird der Hebel am Objektiv auf den entsprechenden Punkt MF gestellt und mit dem kleinen Drehrad rechts unter dem Programm-Wahlrad fokussiert. Beim Fokussieren schaltet die Panasonic auf die Lupenfunktion um und zeigt den zentralen Bildausschnitt stark vergrößert an. Richtig sinnvoll ist das manuelle Scharfstellen bei Nahaufnahmen allerdings nur, wenn die Kamera auf ein Stativ montiert ist. Denn wird die Kamera nur wenige Millimeter nach vorne oder hinten bewegt, ist das Motiv wieder unscharf. Arbeitet man so, kommt man noch näher ans Motiv ran, als auf dem Beispielfoto zu sehen ist.   

 

Als nächstes muss die Samsung ran. Erster Pluspunkt: Dank des klapp- und drehbaren Monitors habe ich das Motiv perfekt im Blick, ohne mich auf den Boden legen zu müssen. Auch hier wieder ISO 400 einstellen und die Makro-Funktion aufrufen. Das geht bei der Samsung ganz einfach: Auf dem Vierwege-Drehrad auf der Kamerarückseite das Blumensymbol unten drücken und Makro aktivieren. Nun das Motiv anvisieren und schon ist das Problem mit dem Scharfstellen wieder da. Auch hier habe ich wieder die Möglichkeit auf manuelles Fokussieren umzustellen, indem ich die Blumentaste drücke und auf das mittlere Feld MF stelle. Nun oben auf den Vierwegeschalter drücken und am Drehrad die Entfernung einstellen. Aber auch hier: Wirklich interessant ist das manuelle Scharfstellen nur in Verbindung mit einem Stativ. Alternativ kann der Autofokus verwendet werden und das Fokussierfeld entsprechend verschoben werden. Dazu aktiviere ich erneut die Makro-Funktion, drücke anschließend die Fn-Taste und gehe auf das Feld "Fokusbereich". Hier wähle ich den Punkt "Auswahl-AF". Nun kann ich mit einem Druck auf die OK-Taste in der Mitte des Vierwege-Schalters den Fokus-Rahmen aktivieren und an den richtigen Punkt verschieben.

Als letztes ist die Sony dran – leider ohne dreh- und klappbarem Monitor. Bei der RX100 rufe ich die Makro-Funktion auf, indem ich das Drehrad auf SCN für Szenenwahl stelle und dann das Programm "Makro" wähle. Zuvor habe ich die ISO-Empfindlichkeit auch hier auf ISO 400 gestellt. Nun kommt wieder das Fokussier-Problem. Ein bewegbares Autofokus-Feld hat die Sony nicht. Allerdings kann ich versuchen zunächst den Pilzkopf in die Mitte des Bildschirm zu nehmen, dann darauf zu fokussieren, die Kamera so bewegen, dass der Ausschnitt stimmt und dann auslösen. Um diese Funktion zu aktivieren muss ich zweimal die Taste in der Mitte des Drehrades drücken, bis ein viereckiger Doppelrahmen auf dem Anzeigefeld erscheint. Den richte ich nun auf den Pilzkopf, drücke den Auslöser leicht und verschiebe den Ausschnitt entsprechend meinen Vorstellungen. In der Theorie hört sich das ja ganz gut an, mag auch bei normalen Motiven funktionieren, aber hier unten am Boden ist das extrem schwierig. Ich hab's schon ein paar mal erwähnt: Der Auslöser hat praktisch keinen Druckpunkt und ich löse ein ums andere Mal zu früh aus. Wirklich einfach ist es nicht, so ein gutes Foto zu machen.

Und das sind die Ergebnisse des Makro-Shootings.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

  • Panasonic Lumix DMC-LX7 Makro 1200 x 1600Panasonic Lumix DMC-LX7 Makro 1200 x 1600Panasonic Lumix DMC-LX7 Makro 1200 x 1600
  • Samsung EX2F Makro 1200 x 1600Samsung EX2F Makro 1200 x 1600Samsung EX2F Makro 1200 x 1600
  • Sony Cybershot DSC-RX100 Makro 1200 x 1800Sony Cybershot DSC-RX100 Makro 1200 x 1800Sony Cybershot DSC-RX100 Makro 1200 x 1800

Am besten sieht das Bild der Panasonic aus. Die Aufnahme ist farblich ausgeglichen, scharf, und zeigt viel Details, wie zum Beispiel den feinen Spinnenfaden, der über den Pilz läuft. Ebenfalls gut ist die Aufnahme der Samsung. Auch hier, viele Details, gute Farben und ordentlich scharf. Am schlechtesten schneidet die Sony ab. Auch nach mehreren Versuchen habe ich es nicht hinbekommen, den Pilz scharf aufs Bild zu kriegen. Wenn einem das gelingt, sind die Fotos bestimmt auch nicht schlecht. Die Farben sehen auf meinem Foto prima aus, und das, was scharf ist, hat viele Details. Nicht falsch verstehen: Auch die Sony macht gute Makroaufnahmen, aber in der Situation in der ich fotografiert habe, war es extrem schwer, ein gutes Foto hinzubekommen. Mit den anderen Beiden war das auch nicht gerade einfach, aber es hat eben geklappt. Insgesamt fand ich die Samsung am einfachsten in der Handhabung – mit einem Touchscreen samt Touchfokussierung wäre es allerdings noch einfacher gewesen. 

Da ich bei dem Pilz-Motiv nicht die maximale Makrovergrößerung der Kameras genutzt habe, hier noch mal drei Aufnahmen mit dem jeweils maximalen Vergrößerungsfaktor der Kameras.

Mit einem Klick auf das Vorschaubild werden die Aufnahmen in hoher Auflösung gezeigt. 

  • Panasonic Lumix DMC-LX7 Makro max 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 Makro max 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-LX7 Makro max 1200 x 900
  • Samsung EX2F Makro max 1200 x 900Samsung EX2F Makro max 1200 x 900Samsung EX2F Makro max 1200 x 900
  • Sony Cybershot DSC-RX100 Makro max 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 Makro max 1200 x 800Sony Cybershot DSC-RX100 Makro max 1200 x 800

Auch hier sieht die Aufnahme der Panasonic am besten aus. Der Vergrößerungsfaktor unterscheidet sich kaum von dem der Samsung, aber der Gesamteindruck ist einfach besser. Die Farben sehen ausgewogener aus als bei der Samsung. Mir fehlt bei beiden Aufnahmen allerdings der letzte Tick Schärfe. Was den Vergrößerungsfaktor anbelangt, kann die Sony mit den beiden anderen Edelknipsen überhaupt nicht mithalten. Der Unterschied ist erstaunlich groß. Wer also Wert auf Makroaufnahmen legt, sollte die Samsung oder Panasonic im Auge behalten.

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Donnerstag, 8. November 2012

Gestern hat mir nicht nur das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, sondern auch der Terminplan. Also konnten sich die Edelknipsen ausruhen und für den Endspurt vorbereiten. Der erste Teil des Endspurts kommt heute – und da geht es tatsächlich ums Tempo. Wichtigster Punkt ist mir dabei das Tempo beim Auslösen. Gerade von solchen Kameras erwarte ich da Spitzenleistungen. Die Auslöseverzögerung setzt sich zusammen aus der Zeit, die die Kamera zum Scharfstellen (Fokussieren) benötigt, die Zeit für die Belichtungsmessung und dem eigentlich Auslösen. Dabei dauert das Scharfstellen am längsten, denn hierbei muss ein winziger Motor die Linsen im Objektiv so verstellen, dass das Motiv scharf abgebildet wird. Üblicherweise geht das in der Weitwinkeleinstellung deutlich schneller, als in der größten Teleeinstellung. Da die Edelknipsen aber keinen allzu großen Zoomfaktor haben, erwarte ich keine wesentlichen Unterschiede. Schon während meiner Fototouren ist mir aufgefallen, dass die drei Kameras durch die Bank weg sehr schnell sind. Sowohl in der Tele- als auch Weitwinkeleinstellung war ich sehr zufrieden. Auch bei meinem konzentrierten Test, den ich gerade gemacht habe, konnte ich weder nennenswerte Unterschiede feststellen, noch besonders lange Verzögerungen. Selbst bei den heute etwas schlechteren Lichtverhältnissen, gehen die Kameras flott zur Sache. In den meisten Situationen drücke ich eh den Auslöser zunächst leicht, damit die Kamera scharfstellt und die Belichtung berechnet. Erst dann löse ich im entscheidenden Moment aus. Dabei sind natürlich keine Unterschiede mehr bemerkbar, da die Verzögerungen deutlich unter meiner eigenen Reaktionszeit liegen. Insgesamt finde ich die Auslöseverzögerungen der drei Kameras sehr gut und bin absolut zufrieden. 

Neben der Auslöseverzögerung geht's bei der Serienbildgeschwindigkeit auch ums Tempo. Ich persönlich habe diese Funktion in der Vergangenheit recht selten genutzt. Ich bin eher der Fotograf, der auf den richtigen Moment wartet und dann abdrückt. Aber es gibt natürlich durchaus Situationen, in denen die Serienbildfunktion sinnvoll ist. Und selbst ich nutze sie inzwischen immer mal wieder, wenn ich Olsen beim Toben oder Sprinten fotografieren will. Die drei Kameras haben verschiedene Serienbildgeschwindigkeiten unter denen ich wählen kann. Besonders einfach geht das bei der Samsung. Die hat oben neben dem Programmwahlrad eine weiteres, mit dem sich die verschiedenen Optionen wählen lassen. Ich hatte ja bereits schon gesagt, dass ich mir hier lieber eine andere Funktion, wie beispielsweise die Belichtungskorrektur wünschen würde, da ich die häufiger nutze. Bei der Panasonic rufe ich das Menü mit einem Druck auf den unteren Knopf des Vierwegeschalters auf. Man sollte sich das gut einprägen, denn das geprägte Symbol auf der entsprechenden Taste ist kaum zu erkennen. Bei der Sony ist diese Taste etwas besser zu erkennen, sie ist links auf dem Vierwegeschalter angeordnet. Aber nun zu den einzelnen Geschwindigkeiten.

Die Sony hat zwei Geschwindigkeiten zwischen denen ich wählen kann. In der langsamen Einstellung schießt die RX100 etwa alle 0,7 Sekunden ein Foto – so lange, bis die Speicherkarte voll ist. Hat man im Menü beim Fokusmodus die Einstellung Nachführ-AF gewählt, passt die Kamera die Schärfe bei jeder Aufnahme automatisch an. Es kann dann sein, dass zwischen den Aufnahmen etwas mehr Zeit vergeht, als 0,7 Sekunden. In der schnellen Serienbildeinstellung schießt die Sony alle 0,1 bis 0,2 Sekunden ein Foto, das entspricht einer Serienbildgeschwindigkeit von rund 9 Bildern/Sekunde. Die RX100 macht das für rund 15 Aufnahmen und reduziert das Tempo dann auf die langsame Serienbildgeschwindigkeit. Beim schnellen Tempo wird der Autofokus übrigens nicht nachgeführt, egal was man im Menü einstellt.

Bei der Panasonic muss man die Autofokus-Nachführung nicht im Menü umstellen. Ich kann das direkt bei der Wahl der Seriengeschwindigkeit machen. Für die beiden Geschwindigkeiten 2 und 5 Bilder/Sekunde kann ich zwischen Einzel-Autofokus und kontinuierlichem Autofokus wählen. Zusätzlich zu diesen beiden Geschwindigkeiten gibt es eine Funktion mit 11 Bildern/Sekunde in voller Auflösung sowie 40 und 60 Bilder/Sekunde, allerdings in verringerter Auflösung von 5 beziehungsweise 2,5 Megapixeln. In der Einstellung 2 Bilder/Sekunde fotografiert die Panasonic so lange, bis die Speicherkarte voll ist. Bei 5 Bildern/Sekunde knipst die LX7 rund 20 Bilder in Folge und reduziert dann das Tempo.   In der Einstellung 11 Bilder/Sekunde – im meinem Test erreichte die Kamera übrigens eine Geschwindigkeit von 10 Bildern/Sekunde – schießt die Panasonic elf Bilder in Folge, dann ist Schluß. Erst wenn die Fotos gespeichert sind, kann die nächste Serien geschossen werden. So ist es auch bei den hohen Geschwindigkeiten. Hier macht die Kamera 40 beziehungsweise 60 Bilder in einer Sekunde und speichert die dann erst mal.

Vorweg: In allen Serienbildgeschwindigkeiten macht die Samsung zehn Aufnahmen und dann ist Schluß – erst nach einer Speicherpause geht's weiter. Die angegebenen Geschwindigkeiten von 3, 5 und zehn Bildern/Sekunde erreicht die Kamera ziemlich präzise. In allen drei Varianten führt die Kamera den Autofokus nicht nach. Interessant finde ich eine weitere Einstellung, die Samsung "Precapture" nennt. Sie wird aktiviert, sobald ich den Auslöser halb drücke und das Motiv anvisiere. Die EX2F macht dann kontinuierlich Fotos mit einer Geschwindigkeit von 10 Bildern/Sekunde, ohne dass man das direkt merkt. In dem Moment, in dem ich auslöse, speichert die Kamera fünf Fotos vor dem Auslösen und fünf Fotos nach dem Auslösen, also insgesamt zehn Aufnahmen über einen Zeitraum von einer Sekunde. Der Vorteil: Wenn ich den entscheidenden Moment nicht exakt erwische, sollte eine der Aufnahmen dennoch den richtigen Moment einfangen. In Action-Situationen ist das wirklich praktisch. Neben den Selbstauslöse-Einstellungen lässt sich noch die Braketing-Funktion wählen. Dabei macht die Samsung drei Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung. Der Abstand der Belichtungsstufen, lässt sich übers Menü einstellen. Diese Funktion ist beispielsweise wichtig, wenn ich HDR-Aufnahmen machen möchte.

Mir gefallen die Serienbildgeschwindigkeiten der Panasonic am besten. Vor allem, weil auch bei 5 Bildern/Sekunde die Schärfe noch nachgeführt wird, das macht keine andere Kamera. Witzige Ergebnisse bekomme ich außerdem mit den Hochgeschwindigkeits-Aufnahmen von 40 und 60 Bildern/Sekunde. Bei der Samsung gefällt mir die Precapture-Funktion, da ich nun doch häufiger Actionfotos schieße und nicht immer den richtigen Moment treffe. Hier hilft die Samsung weiter. Wenig Überraschendes bietet die Sony. Sie ist flott und hat die wesentlichen Geschwindigkeiten.

 

Die WLAN-Funktion der Samsung EX2F

Jetzt mal ein ganz anderes Thema. Die Samsung hat als einzige der drei Edelknipsen ein eingebautes WLAN-Modul. Ich geb's zu: Ich bin ein WLAN-Fan. Seit fast zwei Jahren nutze ich eine Eye-fi-Karte mit der ich meine Bilder per WLAN auf mein MacBook oder iPad übetragen kann. Das geht mit fast jeder Kamera und ist super praktisch. Deswegen hat es mich immer schon gewundert, warum die Kamerahersteller nicht stärker auf WLAN setzen. Inzwischen gibt es ja einige Kameras, in denen ein WLAN-Chip für die drahtlose Anbindung an die Foto-Welt sorgt. Spannend war bisher allerdings immer, ob's denn auch klappt und welche Klimmzüge man machen muss, bis die Aufnahmen sich übertragen lassen. Samsung hat bei der EX2F einen eigenen Punkt Wi-Fi auf dem Programmwahlrad. Ich gelange damit ins Auswahlmenü und kann mich zwischen MobileLink, Remote Viewfinder, Social Sharing, E-Mail, Cloud, Auto-Backup und TV Link entscheiden. Da ich eine recht neue Samsung Glotze mit WLAN habe, wollte ich das als erstes ausprobieren. Also Glotze an, Kamera an und auf den Punkt TV Link. Die Kamera sucht nun nach meinem lokalen Netzwerk. Das ist ruck-zuck gefunden und nach der Eingabe des Kennworts ist die Kamera schon verbunden. Nun sucht sie nach passenden TV-Geräten, die sie genauso schnell findet. Zwei Klicks und schon ist die Kamera mit dem Fernseher verbunden. Dort das Menü aufrufen, in dem die Kamera schon angezeigt wird. Schon kann ich mir die Bilder und Videos, die ich auf der Kamera gespeichert habe, im Großformat anschauen. Nicht mal zwei Minuten hat das gedauert – wow! Ich geb's zu: Ich bin begeistert. Keine Tricks, keine Kniffe, keine Probleme – eigentlich kann das nicht sein.

Also die nächste Funktion ausprobieren: MobileLink. Die App MobileLink ist schnell aus dem App-Store auf mein iPad geladen. Achtung: Es ist eine iPhone-App, bitte die entsprechende Auswahl im App-Store machen, sonst findet ihr die App nicht. Nachdem ich die Funktion auf der Kamera aufgerufen habe, öffne ich die App und nichts passiert. Die App meckert die ganze Zeit, dass sie keine Kamera gefunden hat. Komisch, beide Geräte sind im gleichen WLAN-Netz und trotzdem finden sie sich nicht. Mir kommt eine Idee. Vielleicht macht die Kamera ja eine Direkt-Verbindung zum iPad. Also auf die Einstellungen geklickt und in der WLAN-Liste geschaut, ob die EX2F dort auftaucht – und genau das tut sie. Mit einem Klick ist sie verbunden. Die App erneut aufrufen, Bilder auswählen und nach ein paar Sekunden sind die ersten Bilder auf dem iPad. Und schon wieder bin ich begeistert. Vor allem, weil das auch ohne vorhandenes WLAN-Netz geht, auch irgendwo in der Wildnis. Ach ja, das Beste: Das Bild wird in voller Auflösung zum iPad übertragen. Und weil wir schon beim iPad sind, probiere ich noch den Remote Viewfinder aus. Die App ist - Achtung wieder eine iPhone-App – ruck zuck geladen. Die Verbindung geht wie beim MobileLink direkt, und schon sehe ich das Sucherbild auf dem iPad. Zoomen, Blitz ein- und ausschalten und Selbstauslöser kann ich einstellen. Ach ja, ein Foto kann ich natürlich auch machen. Allerdings nicht in voller Auflösung sondern "nur" mit 9 Megapixeln oder HDTV-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Nach dem Auslösen kann ich das Foto auch direkt aufs iPad übertragen. Und all das geht ganz einfach – ich bin wirklich beeindruckt. Man muss übrigens nicht unbedingt auf dem Wahlrad den Punkt Wi-Fi einstellen. Der rechte Knopf des Vierwege-Schalters lässt sich mit eine WLAN-Funktion direkt belegen und kann sofort aufgerufen werden. So kann ich auch mal schnell zwischendurch ein Bild ans iPad übertragen.

So, und weil's so schön ist, jetzt noch der nächste Versuch mit Facebook. Wieder mit dem WLAN-Netz verbinden – das geht jetzt automatisch, da ich mich ja schon mal eingewählt hatte. Facebook-Anmeldung eingeben, Foto auswählen und abschicken. Wenn man möchte kann man noch einen eigenen Text eingeben. Allerdings geht das per Einzelbuchstaben etwas umständlich. Wie schön wäre es, wenn die Samsung jetzt noch einen Touchscreen hätte .... aber wie war das mit dem Leben und dem Wunschkonzert. Zusätzlich zu Facebook können die Bilder auch noch auf Picasa und Photobucket sowie Filmchen auf Youtube geteilt werden. Ach ja, per Email lassen sich die Bilder natürlich auch noch verschicken – klappt genauso einfach. An Cloud-Diensten steht zur Zeit ausschließlich Microsoft Skydrive zur Verfügung. Die Apple-Cloud lässt sich leider nicht einbinden. Und noch etwas lässt sich mit Apple nicht nutzen: Das Auto-Backup. Die dafür notwendige Software gibt es nur für Windows-Systeme. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, bekommt eine praktische Backup-Lösung. Befindet sich die Kamera im heimischen WLAN-Netz kann man mit dem Aufruf dieser Funktion alle neu geschossenen Fotos mit dem Computer synchronisieren. Sprich: Alle Aufnahmen sind auf der Festplatte des Computers umgehend gespeichert und gesichert. Schneller und einfacher geht's kaum.

Wer auf WLAN steht und damit gerne arbeitet, wird an der Samsung seine helle Freude haben. Bei der EX2F ist wirklich – fast – alles durchdacht und auch noch einfach zu bedienen. Wenn so die Zukunft bei Digitalkameras aussieht, bin ich dabei und freue mich auf noch mehr Funktionen. 

Ein Video, das die wesentlichen WLAN-Funktionen erklärt, findet ihr HIER auf meinem Youtube-Kanal.

Und jetzt kommt der übliche tägliche Disclaimer. Oft werdet ihr den nicht mehr lesen, denn das große Finale rückt näher. Registriert euch jetzt für meinen Newsletter, denn dann verpasst ihr den nächsten großen Test garantiert nicht – und der steht schon in den Startlöchern. Lasst euch nicht durch das Wort "Kontoinformation" abschrecken – tatsächlich ist es im Moment nur die Anmeldung für den Newsletter .... und hier geht's zur Anmeldung.

 

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Sonnabend, 10. November 2012

Nach Tagen der Fotografiererei ist heute damit Schluss. Übers Fotografieren mit den Edelknipsen habe ich ja schon viel geschrieben. Aber die kleinen Kisten können ja noch mehr: Videos aufnehmen. Die Zeiten, in denen Fotoapparate grieselige, unscharfe und falsch belichtete Filme aufnahmen, sind längst vorbei. HD (High Definition = Hohe Auflösung) ist heute der Standard. Und was heißt das? Die Videos haben eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten, dies entspricht Full-HD. Das ist die gleiche Auflösung, die moderne Flachbildfernseher haben. Zum Vergleich: Die ersten Filmchen, die man mit Fotokameras machen konnte, hatten eine Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten, das entspricht 0,3 Megapixel. Die HD-Auflösung hat 2 Megapixel, das ist das knapp Siebenfache. Und das sieht man natürlich auch in den Aufnahmen. Neben der Full-HD-Auflösung gibt es auch noch die einfache HD-Auflösung mit 1280 x 720 Bildpunkten. Achtung: Häufig wird bei Kameras für Videos in HD-Auflösung geworben. Meist ist dann aber nur die "kleine" HD-Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten gemeint. Der Unterschied zwischen Full-HD und normalem HD ist auf einem guten TV-Bildschirm sichtbar. Feine Details werden in der Full-HD-Auflösung besser wiedergegeben, feine Strukturen kommen besser zur Geltung.

Obwohl die drei Kameras alle mit Full-HD-Auflösung filmen, gibt es dennoch Unterschiede. Die liegen bei der Bildwiederholrate – sprich: Wie häufig wird das Bild gespeichert. Das Maximum sind 50 Bilder pro Sekunde, auch Bildwiederholrate genannt (zur Ergänzung, damit es kein Gemecker gibt: Profikameras können auch eine Bildwiederholrate von 60 Bildern/Sekunde haben). Um die Verwirrung noch weiter zu vergrößern: 50 Bilder pro Sekunde sind nicht gleich 50 Bilder pro Sekunde. Den kleinen aber feinen Unterschied macht der Buchstabe nach der Bildwiederholrate: 50p oder 50i (Foto Sony rechts). Der Buchstabe "p" steht dabei für den Begriff progressive und "i" für interlaced. Und was bedeutet das nun? Bei 50p nimmt die Kamera 50 mal pro Sekunde die volle HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten auf, das ist das Optimum was geht. Bei 50i nimmt die Kamera zwar auch 50 Bilder pro Sekunde auf, allerdings jedesmal nur die halbe HD-Auflösung. Und wie muss ich mir das vorstellen? Das Bild besteht ja aus 1920 Bildpunkten nebeneinander und 1080 Bildzeilen. Im Modus Interlaced nimmt die Kamera bei jedem Bild immer nur jede zweite Zeile auf. Also: Beim ersten Bild werden die Zeilen 1, 3, 5, 7 usw. aufgenommen. Beim zweiten Bild die Zeilen 2, 4, 6, 8 usw. Für die Kamera bedeutet das schlicht und ergreifend: weniger Rechenarbeit.

Und welchen Unterschied macht das für den Betrachter und die Bildqualität? Theoretisch sollte ein Unterschied zwischen 50p und 50i sichtbar sein. Praktisch wirkt der sich allerdings nur dann aus, wenn sich im Motiv Dinge befinden, die sich schnell bewegen. Denn dann passen die jeweiligen Halbbilder nicht mehr perfekt zueinander und man hat das Gefühl das Bild ist minimal unscharf. Bei den Dingen, die sich schnell bewegen, können außerdem leichte Schlieren sichtbar sein. Bei Motiven, in denen sich nur wenig bewegt, ist der Unterschied zwischen 50i und 50p praktisch nicht sichtbar. Viele Kameras bieten die Möglichkeit, zwischen 50i und 25p zu wählen. Sprich: Entweder macht die Kamera 50 Halbbilder pro Sekunde oder 25 Vollbilder pro Sekunde. Mein Tipp: Bei "schnellen" Motiven wählt man 25p, bei ruhigen Motiven 50i.

Jetzt reicht's mit dem Fach-Kauderwelsch? Noch nicht. Es gibt noch einen weiteren Parameter, der wichtig ist. Das ist die sogenannte Datenrate. Beim Aufnehmen des Videos werden die Filmdaten von der Kamera komprimiert. Das ist ähnlich wie beim Fotografieren das JPEG-Format. Die Komprimierung ist erforderlich, da die Datenmenge nicht zu handhaben wäre, wenn jedes Bild unkomprimiert – quasi im RAW-Format – gespeichert würde. So wie es keine einheitliche JPEG-Komprimierung gibt, gibt es auch keine einheitliche Video-Komprimierung. Zwar sind die Filme im sogenannten AVCHD-Format gespeichert und können problemlos wiedergegeben werden – wie bei JPEG-Bildern – dennoch unterscheiden sie sich in der Datenrate. Die wird in Megabit pro Sekunde (MBit/Sek. oder auch Mbps) angegeben. Je höher die Datenrate, um so weniger wurde das Ausgangsmaterial komprimiert und um so besser sollte die Qualität sein. Das Maximum liegt übrigens bei 50 MBit/Sek. Auch hier noch die Ergänzung: Ja es gibt Profi-Kameras, die das Bild unkomprimiert speichern.

So, jetzt hoffe ich, dass ich ein wenig Klarheit in das Thema Video-Aufnahmen bringen konnte.

Und was heißt das nun für die drei Edelknipsen? Erst mal die Fakten: Alle nehmen in voller HDTV-Auflösung auf. Die Sony liegt mit 50p und einer Datenrate 28 Megabit/Sekunde vorn, gefolgt von der Panasonic mit ebenfalls 50p und einer Datenrate rund 26 Megabit/Sekunde und der Samsung mit 30p und einer Datenrate rund 15 Megabit/Sekunde. Geringere Auflösungen lassen sich bei allen Kameras wählen. Mit allen drei Modellen kann ich während der Aufnahme zoomen. Und: Das Zoomgeräusch ist bei der Wiedergabe praktisch nicht zu hören. Bei älteren Kameras war das Surren oder Rattern des Zoommotors deutlich bei der Wiedergabe zu hören und das störte mich gewaltig. Wo wir gerade beim Ton sind: Die drei Edelknipsen nehmen in Stereo auf, ein externes Mikrofon kann an keines der Modelle angeschlossen werden. Die drei Edelknipsen habe alle einen separaten Auslöseknopf für Videoaufnahmen und die können jederzeit gestartet werden. Das Programmwahlrad muss nicht extra auf das Filmsymbol gestellt werden. Stellt man es bei der Panasonic (Foto links) und der Sony auf das Filmsymbol, kann man zwischen Programm-Modus, Blenden- und Zeit-Priorität und manueller Einstellung von Zeit und Blende wählen. Wenn ich bei der Samsung das Film-Symbol wähle, kann ich zwischen elf Smart-Filtern (Foto rechts) wählen, beispielsweise Miniatur, Fischauge und Klassisch. Allerdings nimmt die Samsung bei einigen Effekten nicht in HD-Auflösung auf. Welche das sind, erkennt man ganz einfach an der Restaufnahmezeit. Wird beispielsweise in normaler Einstellung eine Restaufnahmezeit von 15 Minuten auf dem Bildschirm angezeigt, steigt die Restaufnahmezeit bei bestimmten Filtern auf 45 Minuten – dann wird in reduzierter Auflösung gefilmt. Soviel zu den Fakten – und wie sieht's nun mit der Bildqualität aus?

 

Zwei Dinge sind bei Videoaufnahmen wichtig: Die Nachführung der Schärfe und der Belichtung. Also Kameras in die Hand, Olsen anvisieren, die Aufnahme starten und los geht's. Ball werfen und filmen, wie der kleine Racker hinterherrennt, ab in den dunklen Wald und dann zurück auf die Wiese, an mir vorbei. Für die Kameras eine echte Herausforderung, vor allem weil ich dabei noch zoome. Die Knipsen müssen die Schärfe permanent nachführen und die Belichtung anpassen. Am besten gefällt mir dabei die Panasonic. Nicht nur, dass deren Bildstabilisator ein ruhiges Bild liefert, Schärfe und Belichtung werden zügig nachgeführt. Klar gibt es auch mal einen Augenblick, bei dem das Bild nicht ganz scharf ist, aber im Großen und Ganzen löst die Panasonic die Aufgabe prima. Ebenfalls gut: die Samsung. Nur manchmal habe ich das Gefühl, dass die Schärfenachführung etwas träger reagiert als bei der Panasonic und das Bild länger als notwendig nicht ganz scharf ist. Bei der Sony klappt das leider auch nicht viel besser und schneller. Schärfe und Helligkeit werden ziemlich träge nachgeregelt.  Schade, denn ansonsten sehen die Aufnahmen echt scharf und knackig aus. Farben gibt die Sony gut wieder. Aber bisher habe ich die Aufnahmen nur auf den kleinen Bildschirmen der Kameras angeschaut. Deswegen schließe ich die Knipsen jetzt an meinen Fernseher an. Das geht am einfachsten per HDMI-Anschluss. Den haben die drei Kameras in Form eines Mini-HDMI-Anschlusses (Panasonic) oder Micro-HDMI-Anschlusses (Samsung und Sony). Die Sony hat den übrigens recht gut versteckt auf der Unterseite. 

Auf der großen Glotze bestätigt sich mein Eindruck. Das beste Bild hat die Sony. Das Video ist schön detailreich, hat prima Farben und super scharf. Wie schon gesagt, das einzige Problem ist die Nachführung der Schärfe und Belichtung, das hat die Sony nicht ganz so gut Griff. Die Aufnahmen der Panasonic und Samsung schenken sich nicht viel. Beide sind auch detailreich und scharf. Die Farben werden naturgetreu wiedergegeben. Der Farbstich, den die Samsung bei Fotos zeigt, sehe ich auf den Videoaufnahmen nicht. Noch mal zum Thema Bildstabilisator: Auf den Filmchen ist zu erkennen, dass der bei der Panasonic am besten arbeitet. Sony und Samsung liegen in etwa auf einem Niveau, wobei der der Sony vielleicht einen minimalen Vorsprung hat. 

Generell muss ich sagen, dass ich von der Video-Qualität der drei Kameras echt überrascht bin. Von den früheren Ergebnissen solcher Kameras sind die Ergebnisse meilenweit entfernt und zwar nach oben. Vor allem das lästige Schärfe- und Helligkeitspumpen, das Fotokameras früher hatten, gehört bei den drei Modellen der Vergangenheit an. Die Edelknipsen eignen sich damit nicht nur zum Fotografieren, sondern auch zum Filmen – klasse! Sie sind zwar kein vollwertiger Ersatz für einen Camcorder, weil sie weniger Zoom haben, aber bei der Qualität müssen sich die drei Edelknipsen nicht verstecken. 

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Sonntag, 11. November 2012

Finale! Das Fazit!

Der goße Live-Test der drei Edelknipsen ist nach zwei Wochen zu Ende. Zwei Wochen in denen ich hunderte von Bildern gemacht habe, (fast) täglich Interessantes, Spannendes und Überraschendes geschrieben habe. Und nun lautet die Frage: Welche Kamera ist die beste? Meine Antwort: Keine! Jede der drei Kameras hat Stärken und Schwächen. Und wenn ihr jetzt fragt: Welche soll ich mir denn nun kaufen? Kann ich nur sagen: Es kommt darauf an. Es kommt darauf an, wo der Schwerpunkt der fotografischen Interessen liegt. Was jedem einzelnen wichtig ist und nicht zuletzt, wieviel Geld ihr ausgeben wollt. Um die Sache ein wenig zu vereinfachen, habe ich eine Übersicht mit den Vor- und Nachteilen der Kameras gemacht.

 
Vorteile
  • elektronischer Sucher als Zubehör
  • Blitzschuh für externen Blitz
  • gute Serienbildgeschwindigkeit
  • lichtstarkes Objektiv
  • gute Videoqualität
  • elektronische Wasserwaage
  • gute Serienbildfunktion
  • klapp- und drehbarer Monitor
  • WLAN-Modul eingebaut
  • Blitzschuh für externen Blitz
  • lichtstarkes Objektiv
  • gut Videoqualität
  • gute Bildqualität auch bei höher eingestellter ISO-Empfindlichkeit
  • sehr detailreiche Bilder
  • lichtstarkes Objektiv
  • leicht, kompakte Abmessungen
  • sehr gute Videoqualität
  • elektronische Wasserwaage
Nachteile
  • mäßige Bildqualität bei höher eingestellter ISO-Empfindlichkeit
  • kein Touchscreen
  • kein Sucher, auch nicht als Zubehör
  • kein Touchscreen
  • keine elektronische Wasserwaage
  • kein Blitzschuh für externen Blitz
  • kein Sucher, auch nicht als Zubehör
  • kein Touchscreen
  • kratzempfindlicher Monitor

Was heißt das nun? Kurz gesagt: Wer Wert auf beste Bildqualität bei allen ISO-Empfindlichkeiten legt, der kommt um die Sony nicht herum. Wer eine Kamera mit guter Bildqualität bei niedrigen ISO-Werten sucht und Wert darauf legt, einen Sucher zu verwenden, für den ist die Panasonic eine gute Wahl. Und wer eine Kamera mit guter Ausstattung wie dreh- und klappbarem Monitor und WLAN, einfacher Bedienung und vernünftiger Bildqualität über den gesamten ISO-Bereich sucht, für den ist die Samsung genau die Richtige – zudem ist sie noch günstig.

Klar gibt es dann noch ein paar andere Punkte, wie die Frage, ob man häufig mit Blitz fotografiert, ob man Wert auf Videoaufnahmen legt und ob man die möglichst kleinste und leichteste Kamera haben möchte. Aber im Großen und Ganzen richtet sich die Kauf-Entscheidung nach den oben genannten Kriterien. Wenn ich mir was wünschen dürfte, würde ich mir eine Kombination aus der Bildqualität der Sony, dem Monitor und der Ausstattung der Samsung, dem zusätzlichen Sucher der Panasonic wünschen und als i-Tüpfelchen das Ganze mit einem Touchscreen. Aber das Leben ist eben keine Wunschkonzert.

Und wenn ihr mich jetzt noch fragt: Welche Kamera war dein Liebling während der zwei Wochen? Hier meine Antwort: Die Samsung. Und das hat ganz persönliche Gründe: Ich mag Kameras mit dreh- und klappbarem Monitor, ich bin schon fast süchtig nach WLAN-Funktionalität, weil meine gesamte Verarbeitungskette danach ausgerichtet ist und ich mag die schön gestalteten Menüs der Samsung. Für mich reicht auch die Bildqualität, da ich mit so einer Kamera sowie hauptsächlich Bilder mache, die ich im Internet veröffentliche oder auf der Glotze meinen Freunden zeige. Oder höchstens mal einen Abzug im DIN A4-Format mache – und dafür reicht die Samsung. Wenn ich Bilder in top Qualität brauche, nehme ich immer noch meine Spiegelreflex, da die am meisten bietet.

 

Wer die Zusammenfassung des großen Live-Tests in bewegten Bildern sehen möchte – HIER

Und welche Alternativen gibt es zu den drei Edelknipsen? Da fallen mir spontan die Fujifilm X10 und die Canon Powershot S100 ein. Beide Modell habe ich auch schon getestet – schaut euch den Test gerne an und vergleicht. 

Ach ja, und wie zu Beginn schon erwähnt: Der Test der Olympus Stylus XZ-2 ist nun auch veröffentlicht.

Ich hoffe, euch hat der Live-Test viele spannenden Informationen gebracht – egal, ob ihr gerade plant eine Kamera zu kaufen oder euch einfach nur so für das Thema Fotografie interessiert. Es würde mich freuen, wenn es euch gefallen hat und ihr Ralfs Foto-Bude weiter empfehlt. Mein persönlicher Tipp: Abonniert meinen Newsletter! Dann bleibt ihr immer auf dem Laufenden – die nächsten Tests stehen schon in den Startlöchern. Mit dem Newsletter verpasst ihr nicht und hier geht's zur Anmeldung.

 

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